Junge Ärztinnen und Ärzte in Rheinland-Pfalz sind mit der Qualität ihrer Weiterbildung zufrieden und bewerten diese heute sogar noch etwas besser als vor zwei Jahren. Dennoch beklagen sie hohe Arbeitsbelastungen, Überstunden und Bürokratie.
Bundesärztekammer und alle Landesärztekammern haben Ärztinnen und Ärzte befragt, wie sie die ärztliche Weiterbildung derzeit einschätzen. Das Projekt „Evaluation der Weiterbildung“ soll helfen, Stärken und Schwächen des ärztlichen Weiterbildungssystems zu analysieren.
Insgesamt sind die jungen Ärztinnen und Ärzte mit ihrer Weiterbildung landesweit zufrieden und geben ihr als Schulnote eine gute Zwei-Minus (2,43). Bei der ersten Umfrage im Jahr 2009 gab es für die grundsätzliche Bewertung die Schulnote 2,49. Mit guten Noten bewerten die rheinland-pfälzischen Ärztinnen und Ärzte auch einzelne Weiterbildungsbereiche: 2,3 für die Vermittlung von Fachkompetenz (2009: 2,48); 2,25 für die Lernkultur (2009: 2,31); 2,29 für die Führungskultur (2009: 2,39); 2,82 für die Kultur der Fehlervermeidung (2009: 2,82); 2,11 für die Entscheidungskultur (2009: 2,14); 2,16 für die Betriebskultur (2009: 2,12); 3,20 für die wissenschaftlich begründete Medizin (2009: 3,8).
Bundesweit zeigt sich zudem, dass Arbeitszeiten nach wie vor ein wichtiges Thema sind. Rund zwei Drittel der Weiterbildungsassistenten kritisieren, dass sie nur gelegentlich oder sehr selten ihre Ruhezeiten während des Bereitschaftsdienstes einhalten können. Und mehr als jeder Dritte arbeitet nach Ende seines Bereitschaftsdienstes weiter. Mehrarbeit und Überstunden machen rund 90 Prozent der befragten Assistenten; ein Drittel davon kann diese Arbeit mit Freizeit ausgleichen und ein weiteres Drittel kann zwischen Freizeit und Geld wählen.
Die Bundes-Ergebnisse finden Sie » hier... [1.676 KB]
Die detaillierten Ergebnisse für Rheinland-Pfalz können Sie » hier [955 KB] nachlesen.
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Weitere Informationen zum Projekt „Evaluation der Weiterbildung“ gibt es » hier...
Ihre Ansprechpartnerin in der Landesärztekammer ist » Gabriele Petri
